Ströer erkauft sich Verlängerung des Monopols #nolympia #kielfuerolympia #feuerundflamme

Als die Plakatkampagne für die Olympischen Spiele in Kiel startete, konnte man in der SHZ lesen:

Iris Petersen von der Ströer Deutsche Medien GmbH schätzt den Wert der kostenlos zur Verfügung gestellten Flächen auf 120  000 Euro.

Jetzt muss man wissen, dass die Firma Ströer in Kiel für Außenwerbung quasi ein Monopol der Stadt Kiel hat (mit einigen Ausnahmen für die Firma Thomsen). Wenn man in Kiel z.B. einen Kommunikationsstand (Werbestand) aufbauen will, muss man sich an die Firma Ströer wenden. Bundesweit gibt es immer wieder neue Ausschreibungen darum, wer die Plakatflächen verwalten darf. Wie z.B. vor einigen Jahren in Frankfurt am Main.

Will Ströer sein Monopol erhalten, so muss Ströer auch etwas dafür tun. 120.000 € für die gemeinsame Olympia-Kampagne ist da schon eine ordentliche Finanzspritze für die Stadt Kiel. Ströer darf also bei der nächsten Runde erwarten, eine Verlängerung zu bekommen. Das ist keine Korruption. Denn nach der Definition muss bei Korruption ein einzelner profitieren und nicht etwas die gesamte Ratsversammlung oder die ganze Stadt.

Das heißt aber nichts anderes, als je größer angelegt ein Bestechungsversuch ist, desto legaler wird er auch.

Rechtlich relevant ist da daher wohl nichts, aber es hat mehr als nur ein Geschmäckle.

Ich habe für NOlympia Kiel vor einigen Wochen nach ein paar Plakatflächen gefragt, aber meine Anfrage ist nicht einmal beantwortet worden. Wir sehe hier die Schattenseite der plebeszitären Demokratie via Bürgerentscheid: Denn hier sind die Mittel nicht gerecht verteilt. In diesem Fall liegt die Stadt im Bett mit der Firma, die Plakatflächen vergibt und bekommt diese kostenlos. Auf der anderen Seite eine kleine Kampagne von Kritiker*innen, wo es nicht einmal eine Antwort auf eine Anfrage gibt.

Damit könnte schon vor dem 29.11. das Ergebnis vorweggenommen sein. Aus meiner Sicht muss in Zukunft den ungleichen Mitteln dringend etwas entgegengesetzt werden. Es kann nicht sein, dass Meinung einfach kaufbar ist. Das führt das Element des Bürgerentscheids einfach ad absurdum. Wenn dann immer der mit dem meisten Geld gewinnt, können wir uns Bürgerentscheide auch sparen. Es muss da Grenzen nach oben oder im Verhältnis geben. Um so wichtiger daher auch dieser Entwicklung ein klares NEIN entgegenzusetzen. Bisher gab es keine erfolgreichen Bürgerentscheide in Kiel. Bisher hat die Stadt immer gewonnen. Im Falle vom Freibad Katzheide hat die Stadt zwar das Ergebnis einfach übernommen, aber es scheint jetzt schon klar, dass sie das Ergebnis ins Gegenteil verdrehen möchte.

 

 

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Präsident der FH Kiel mag keine Olympia-Gegner #nolympia #nolympiakiel #kielfuerolympia #feuerundflamme #fhkielgate

Professor Dr. Udo Beer muss ein großer Olympia-Fan sein. Vielleicht mag er auch lieber kein Flugticket nach Los Angeles kaufen und möchte daher lieber eine kurze Anreise. Jedenfalls hat er sich mächtig ins Zeug gelegt und nicht davor zurück geschreckt allen Mitarbeiter*innen und Studierenden ein bestimmtes Abstimmungsverhalten zu empfehlen.

Liebe alle,
wie Sie vielleicht wissen, möchte sich die Landeshauptstadt Kiel zusammen mit Hamburg um die Ausrichlung der Olympischen Spiele 2024 bewerben Hierzu findet
am 29.11.2015 ein Bürgerentscheid statt. Wer von Ihnen in Kiel wohnt, ist wahlberechligt. Ich bitte Sie, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen Sie können hierzu übrigens auch die Briefwahl beantragen Folgen Sie hierzu folgendem Link

Auch wenn innen der Ausgang des Bürgerentscheides egal ist, bitte Ich Sie, sich trotzdem zu beteiligen. Unsere Hochschule gehört zur Landeshauptstadt und ist
vom Ansehen ihrer Stadt maßgeblich in ihrer eigenen Marke geprägt.
Verkürzt kann man sagen „alles was gut ist für Kiel, ist auch gut für die Marke der Fachhochschule Kiel“
Sie sollten daher eine Meinung haben oder entwickeln, welche Auswirkungen ein solches Großereignis
von Weltrang auf die Strahlkraft des Namens „€žKiel“ hat.

Ich persönlich glaube, dass unsere Stadt an Prom gewinnen kann und unsere Hochschule langfristig daran partizipieren wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Udo Beer
Präsident

Feuer.
O24 Flamme.
Kiel.

Siehe auch diesen Screenshot:
werbemail

Mir sind heute mehrere Hinweise zu dieser Email zu Ohren gekommen und die  Empfänger*innen waren zumeist einigermaßen schockiert über diesen eher plumpen Beeinflussungsversuch. Offenbar geht Herr Beer davon aus, dass wenn Papa was sagt, alle Angestellten und Studis seine Wünsche auch brav umsetzen. Vielleicht finden jetzt tatsächlich einige eine Meinung. Aber eher aufgrund dieser Beeinflussung als aufgrund  inhaltlicher Argumente.

FH Präsident Udo Beer

FH Kiel Präsident Udo Beer

Wo ist Forschung eigentlich hingekommen, wenn eine Olympiade befürwortet wird, nur weil es irgendwie der „Marke FH Kiel“ über Umwege nützen könnte. Diese Argumentation ist doch absurd.

Der Witz ist: Wenn er hiermit nicht mal seiner heißgeliebten Marke selber schwer geschadet hat. Schließlich ist die Unabhängigkeit der Forschung ein hohes Gut.

#fhkielgate

SID: Keine Klarheit über Finanzierung bis zum Bürgerentscheid #nolympia nolympiakiel #feuerundflamme

Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID) bestätigte laut Handelsblatt-Artikel DOSB-Präsident Alfons Hörmann, „dass es bis zur Abstimmung in drei Wochen keine Einigung mit dem Bund über die geplanten Zuschüsse in Höhe von 6,2 Milliarden Euro geben werde. “

Damit werden die Einwohner*innen von Kiel und Hamburg am 29. November über ein Finanzierungskonzept abstimmen, bei dem immer noch nicht klar ist, ob es überhaupt tragfähig ist.

Zuletzt hatte Hamburgs Bürgermeister Scholz bei einer Veranstaltung zugeben müssen, dass von den angepeilten privaten Investitionen bisher null Euro eingeworben wurden.

Es ist also vollkommen offen, wie viel der Kosten die Bundesregierung trägt und wie viele der geplanten Privaten Investitionen tatsächlich zusammenkommen. Unter dem Strich entscheiden wir also nicht über ein fertiges Finanzierungskonzept und als Businessplan ohne jede Zusagen würde einem das jede Bank um die Ohren hauen als Existenzgründer. In diesem Fall haben aber Förde Sparkasse (als Gold Supporter) und Volksbank (als Bronze Supporter) ihre Kassen freiwillig und ohne Bedenken geöffnet. Als privater oder gewerblicher Bankkunde kann man da nur staunen, mit welchen Summen da eine Kampagne unterstützt wird, während man bei eigenen Anfragen oft eher auf Beton stößt. Letztlich sind es dann auch die Gelder der kleinen Leute, die auf Kontoführungsgebühren, Bareinzahlungen ,etc. genommen werden, die zur Finanzierung von Werbung für die Olympischen Spiele herangezogen werden.

Man gewinnt den Eindruck, dass dort eine politische Klasse an den Bedürfnissen und Interessen der einfachen Leuten vorbei große Politik gemacht wird. Aber nicht zuvor deren Gelder abzuzwacken.

StimmzettelAls Kielerinnen und Kieler sollten wir entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird. Aber dazu hätten wir vorher wissen müssen, was es uns kosten wird. Da dies nicht einmal ansatzweise klar ist, gibt es aus unserer Sicht keine Alternative zu einem NEIN auf dem Stimmzettel!

Bald zu haben: Unser Aufkleber! #nolympia #nolympiakiel

In Druck gegeben ist er bereits und wird bald überall in Kiel verfügbar und sichtbar sein.
LV_Nolympia_halb_A6

Meldet euch bei uns, wenn ihr welche abhaben wollt. Auslageorte:

Ab Montag, 12.10. nachmittag:

  • BioGaarden, Kaiserstraße 56, 24143 Kiel

Nach Boston auch Toronto ausgestiegen. Ein Kommentar #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme

Fälschlicher weise als gute Nachricht interpretiert die SHZ die Nachricht aus Toronto ( Kanada), dass man sich nicht für Olympia bewerben wolle.In Toronto war es die Wirtschaft, die zu kühl blieb um Feuer und Flamme für die Spiele zu werden (s.a. Artikel im Toronto Star).

Alleine die Bewerbung hätte Toronto 40 Mio. € gekostet. In den Kommentaren vom Toronto Star freuen sich Leser, dass das Papier nun wieder zu einer normalen Tageszeitung werde, anstatt zu einer Art Cheerleader für Olympia. Auch in anderen Städten wie in Kiel oder Hamburg mutierten Blätter zu Propagandamaschinen für das IOC und die Bewerbung.

Bereits von einigen Monaten machte Boston den Rückzieher und muss nun mit den Schulden der Bewerbung leben.

Statt das Ausscheiden großer Bewerber als tolle Chance zu sehen, sollte irgend wann ein mal der Groschen fallen, dass manch anderer Städte die Bewerbung eben am Ende doch kritischer sehen und nicht auf einem noch größeren Schuldenberg sitzen bleiben. Bisher verhalten sich Hamburg und Kiel eher so, als wenn Schulden natürlich allen Städten der Welt passieren könnten, ihnen aber als einzigen natürlich niemals. Das Ausmaß des Realitätsverlustes ist nahezu unfassbar.

Unterdessen hat „Katzheide: JA!“ ein wichtiges erstes Zeichen gesetzt, nach dem bereits ungefähr zehntausend Unterschriften für die Durchführung eines Bürgerentscheides gesammelt wurden. Auch an dieser Stelle eine Gratulation von uns!

Es zeigt, dass in Kiel durchaus ein kritischer Geist vorhanden ist. Den wollen wir auch gerne als Rückenwind für eine möglichst hohe Ablehnung der Olympiade in Kiel nutzen. Auch wenn wir bisher nur eine (im Vergleich zu Hamburg) kleine Bewegung sind. In Kiel ist sowohl die Begeisterung als auch die Widerstand im Verhältnis geringer. Entschieden wird dann an der Wahlurne.

Noch immer liegen keinerlei Zahlen vor. Damit ist nur wenige Wochen vor der Entscheidung auch keine kritische Prüfung von Zahlen möglich. Das ist vermutlich Strategie, um die Gegner der Geldverschwendung abzuhängen. Transparenz sieht anders aus!

Demnächst werden wir einen Aufkleber produzieren und mehr inhaltlich in die Debatte einsteigen. Die Stadt Kiel wirkt auf Facebook bisher überhaupt nicht dialogfähig. Keine Frage von uns wurde bisher beantwortet. Entweder hat man keine Antworten, oder man hat den Kampf bereits aufgegeben. Nur verwunderlich wieviel Geld trotz allem in die Werbung gesteckt wird. Man hat den Eindruck: Überall wo zwei Personen zusammenstehen, wird ein Zelt aufgebaut und Propaganda abgelassen.

#YouHadOneJob Kritischer Bürgerdialog in Hamburg gescheitert! #NOLYMPIA

Da ist dann auch nichts mehr zu retten. S.a. „Ist das nicht überzeugend, was hier gesagt wurde?“ Hamburg diskutiert die Spiele – eine Analyse. In dem Artikel wird die ganze Veranstaltung dokumentiert. Ich werde das Video auch von Youtube einbinden, sobald es dort auch verfügbar ist

Unter anderem kommt bei der Nachfrage, ob denn zum Referendum dann endlich Zahlen vorliegen des einzigen Kritikers von Olympia in der Runde heraus:

„Nein. Natürlich nicht….“

Soso, also am 29.11. in Hamburg definitiv der Blankoscheck.

Und man hat klar kommuniziert, dass es kein ernsthaftes Interesse an einer offenen Diskussion über Sinn und Unsinn der Olympischen Spiele in Hamburg gibt. Zudem wie sehr die Spiele gekauft sind und primäres Interesse einiger Großinvestoren vorherrscht. und damit dürfte klar sein, dass für die Mehrheit der Menschen in Kiel und Hamburg keine Vorteile bei herausspringen.

Die Veranstaltung hat offenbart, wie abgehoben die Planungen rund um die Austragung der Olympischen Spiele wirklich ist.

Boston bewirbt sich nicht #nolympia #nolympiakiel

Olympische Sommerspiele 2024: Boston bewirbt sich nicht – SPIEGEL ONLINE.

„Wenn diese Unterschrift am heutigen Tag gefordert wird, um weiterzumachen, dann wird Boston die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele nicht weiterverfolgen“, sagte Walsh: „Ich werde nichts unterschreiben, wodurch das Geld der Steuerzahler für die Kosten der Olympischen Spiele benutzt werden kann.“

Vorbildlich, was Boston da hingelegt hat. So viel Kraft und Vernunft gegen die Olympischen Spiele und dann noch einen Bürgermeister, der den Mut hatte, den Stecker zu ziehen!