Tage vor der Abstimmung #NOlympia #FeuerUndFlamme

Vom Datum dieses Artikels findet die Abstimmung übermorgen statt. Man kann nun ein kleines Vorab-Fazit ziehen was passiert ist und welche Argumente genannt wurden:

  • Es gibt immer noch keine Zusage des Bundes für die Milliarden, die er übernommen soll.
  • In Kiel hat man die Stadtbahn erst nach der Fertigstellung des Masterplans als Muss für das Verkehrskonzept hinzugefügt. D.h. sie ist noch nicht eingepreist. Dieses fußt primär auf dem Busverkehr. Nachhaltig erscheint das nicht.
  • Kiel wurde zugepflastert mit Plakaten der PRO-Kampagne. Man setzt mehr auf Emotionen als auf Informationen. 120.000 € würden dafür von der Werbeflächenvermietung Ströer bereitgestellt. Insgesamt bedenklich, wenn Firmen in Bürgerentscheide massiv eingreifen. Offenbar gibt es da nach oben keine Grenzen oder Regeln?
  • Die PRO-Kampagne hat auch in einigen Plakaten den Eindruck zu vermitteln versucht, als seien ALLE Studierende FÜR die Olympiade. Dabei ist der ASTA der Uni Kiel mehrheitlich dagegen. Das ist keine ehrliche Kampagne, sondern eine Verdrehung der Realität!
  • Auf der Website der Stadt Kiel, wo eigentlich neutral informiert werden soll zum Entscheid, kann man sich aber auch Videos anschauen Pro Olympia oder das Werbelogo der O24K-Kampagne herunterlassen

Bildschirmfoto-Kiel ist bereit für Olympische Segelwettbewerbe - Chromium

  • Nach wie vor gibt es keine echten Lösungen für die vielen Geflüchteten, die nach Deutschland und auch nach Kiel kommen. Angeblich sind alle Kommunen überfordert. Aber wie kann man dann heute sagen, dass wir uns 2024 auf jeden Fall Olympische Spiele leisten können wird?
  • Gleiches gilt für die Sicherheitssituation. Da wissen wir vieles heute nicht. Zur Zeit ändern sich Einschätzungen von Tag zu Tag.. Vor der Absage des Länderspiels in Hannover wurde noch kommuniziert, dass es vergleichbare Probleme wie in Frankreich in Deutschland nicht gibt.

Als Fazit: Die am Anfang bestehenden Bedenken konnten nicht zerstreut werden. Dagegen war das Auftreten der PRO-Kampagne unseriös und wurde mit Geldern aus der Wirtschaft so aufgepumpt, dass die Bürger*innen so mit Werbung auf jeder Veranstaltung und Ecke beschossen werden, dass man von einem neutralen Bürgerentscheid nicht mehr reden kann. Für die Zukunft braucht es hier dringend Regeln, damit sich nicht jedes Großunternehmen ihre Ergebnisse kaufen kann. Die Demokratie ist in Gefahr!

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