Die Messlatte für #Olympia #Nolympia

Es ist nicht ganz einfach im Kopf zu behalten, welche Messlatten für den kommenden Bürgerentscheid/Referendum es in Kiel und Hamburg gibt. Auch interessant ist im Vergleich auch zu dem Bürgerentscheid in München, die sich für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2022 beworben hatten. Fangen wir also mal von hinten an:

Welche Bedingungen galten für den Bürgerentscheid in München am 10. November 2013?

  • Es mussten mindestens 10 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen
  • Der Entscheid galt als gewonnen, wenn eine einfache Mehrheit der Stimmen erreicht wurde
  • Es wurde zudem auch in Markt Garmisch-Partenkirchen, Landkreis Traunstein
    und Landkreis Berchtesgadener Land abgestimmt

Das Ergebnis in München:

  • Immer wieder wird behauptet, in München hätte es nicht ausreichend Stimmen gewählt )ich habe das selbst mehrfach so gelesen!) Das ist aber nicht richtig: Es gab 310.598 gültige Stimmen, 107.323 wären notwendig gewesen. Damit wurde eine Wahlbeteiligung von 28,9 % erreicht. –> Amtliches Endergebnis
  • In München selbst stimmten 52,2 % gegen die Bewerbung, in Markt Garmisch-Partenkirchen 51,56 mit NEIN, im Landkreis Traunstein 59,67 % mit NEIN, im Landkreis Berchtesgadener Land 54,02 % mit NEIN.
  • Interessant dazu dieser Artikel der Abendzeitung München.

Hier ein Video nach dem Bürgerentscheid:

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#Olympia oder ein Flug zum Mond? #NOlympia #feuerundflamme #kielfuerolympia #nolympiakiel #RVkiel #Raumfahrt

Für viele Menschen ist ein Raumfahrt der Sinnbild teurer Projekte und viele hinterfragen auch den Nutzen. Viele wird es daher auch überraschen, dass ein Flug zum Mond nicht teurer sein muss, als Kiels Kosten für die Durchführung der Olympischen Segelwettkämpfe.

Google Lunar X Prize logo

„GoogleLunarXPRIZE Logo“ by Source. Licensed under Fair use via Wikipedia.

Beim Google Lunar X-Prize geht es darum eine Sonde sicher auf dem Mond zu landen. Dabei treten mehrere Teams gegeneinander an. Das israelische Team SpaceIL gibt derzeit die geschätzten Kosten mit 36 Mio. Dollar an. Das wären ca. 33 Mio Euro. Die Kosten für die Durchführung der Spiele in Kiel wurde mit bis zu 41 Mio Euro angegeben.

Als einer der Ziele der Olympischen Spiele wird angegeben, Kiel in der Welt bekannter zu machen. Warum fragen wir also mal ganz provokant dann nicht gleich zum Mond? Die Bekanntheit die Kiel durch die Landung auf dem Mond erreichen würde wäre sicher ungleich größer als durch die Ausrichtung der Segelwettkämpfe. Für Hamburg wäre die Rechnung sogar noch besser. Sie könnten damit 36 Sonden auf dem Mond landen lassen, wenn alles klappt.

Worum gehts hier? Relationen aufzuzeigen. Wenn es darum ginge, Kiel bekannter zu machen gibt es für weit weniger Geld viel bessere Möglichkeiten als zum Mond zu Fliegen oder sich an den Olympischen Spielen zu beteiligen!

SID: Keine Klarheit über Finanzierung bis zum Bürgerentscheid #nolympia nolympiakiel #feuerundflamme

Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID) bestätigte laut Handelsblatt-Artikel DOSB-Präsident Alfons Hörmann, „dass es bis zur Abstimmung in drei Wochen keine Einigung mit dem Bund über die geplanten Zuschüsse in Höhe von 6,2 Milliarden Euro geben werde. “

Damit werden die Einwohner*innen von Kiel und Hamburg am 29. November über ein Finanzierungskonzept abstimmen, bei dem immer noch nicht klar ist, ob es überhaupt tragfähig ist.

Zuletzt hatte Hamburgs Bürgermeister Scholz bei einer Veranstaltung zugeben müssen, dass von den angepeilten privaten Investitionen bisher null Euro eingeworben wurden.

Es ist also vollkommen offen, wie viel der Kosten die Bundesregierung trägt und wie viele der geplanten Privaten Investitionen tatsächlich zusammenkommen. Unter dem Strich entscheiden wir also nicht über ein fertiges Finanzierungskonzept und als Businessplan ohne jede Zusagen würde einem das jede Bank um die Ohren hauen als Existenzgründer. In diesem Fall haben aber Förde Sparkasse (als Gold Supporter) und Volksbank (als Bronze Supporter) ihre Kassen freiwillig und ohne Bedenken geöffnet. Als privater oder gewerblicher Bankkunde kann man da nur staunen, mit welchen Summen da eine Kampagne unterstützt wird, während man bei eigenen Anfragen oft eher auf Beton stößt. Letztlich sind es dann auch die Gelder der kleinen Leute, die auf Kontoführungsgebühren, Bareinzahlungen ,etc. genommen werden, die zur Finanzierung von Werbung für die Olympischen Spiele herangezogen werden.

Man gewinnt den Eindruck, dass dort eine politische Klasse an den Bedürfnissen und Interessen der einfachen Leuten vorbei große Politik gemacht wird. Aber nicht zuvor deren Gelder abzuzwacken.

StimmzettelAls Kielerinnen und Kieler sollten wir entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird. Aber dazu hätten wir vorher wissen müssen, was es uns kosten wird. Da dies nicht einmal ansatzweise klar ist, gibt es aus unserer Sicht keine Alternative zu einem NEIN auf dem Stimmzettel!

Mehrheiten? #nolympia #nolympiakiel #kielfuerolympia #rvkiel

Seit Monaten hieß es: Wenn man keine 60 Prozent als Mindestwert für eine Zustimmung bei einem Bürgerentscheid am 29. November genannt. Plötzlich wird das Ganze heruntergeschraubt. Olympiachef Hörmann in der KN vom 4.11. Deutscher Olympia-Chef: 50,01 Prozent reichen.

Offenbar nimmt man bereits wahr, dass die 60 Prozent wackeln? Aber warum hatte man sich erst einen höheren Wert gesetzt? Weil die Städte/Länder, deren Bevölkerung nur knapp zustimmen kaum eine Chance haben zu gewinnen.

Wir kämen also in eine Situation, wo formal zwar die Bevölkerung knapp zugestimmt hat, aber die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung bei Null lägen. Es würde bedeuten noch monate- und jahrelang Personal und Ressourcen in eine chancenlose Bewerbung zu stecken.

Für uns Gegner bedeutet die Wende, dass wir unsere Bemühungen erhöhen müssen, Menschen davon zu überzeugen, dass wir uns die Spiele nicht leisten können. Wo die Organisatoren jetzt jede Vernunft fahren lassen und selbst bei nur einer knappen Zustimmung weitermachen, müssen wir darauf setzen die Zustimmung Ende November auf unter 50 Prozent zu drücken! Vergessen wir auch nicht, dass noch kein fertiges Finanzierungskonzept vorliegt. Es gibt keine festen Zusagen des Bundes über die Höhe der Beteiligung. Insofern muss das, was vorliegt und verfrüht zur Abstimmung gekommen ist, auf jeden Fall angelehnt werden!

Diskutiert mit Freund, Verwandten am Arbeitsplatz, Schule oder an Hochschulen über die Olympiabewerbung! Findet selber Argumente Dafür oder Dagegen und wägt sie ab. Ich bin sicher ihr kommt dann auch zu dem Ergebnis, dass es für Kiel zu riskant ist. Und wenn ihr euch keine Meinung bildet oder unsicher bleibt, bleibt zuhause. Stimmt nicht für Olympia, weil es sich gut anfühlt, ohne die Argumente geprüft zu haben!

Olympiade: Der Preis steht fest #nolympia #feuerundflamme #kielfuerolympia

7,1 Milliarden für Hamburg und 41 Millionen für Kiel. Das sind die offiziellen Zahlen mit denen die Bürger*innen und Steuerzahler*innen in den beiden Städten rechnen müssen. Lange, viel zu lange hat es gebraucht, bis man die Zahlen präsentiert hat.

Am kommenden Donnerstag, am 15. Oktober sollen die Ratsmitglieder weitere Schritte zum Bürgerentscheid beschließen. Doch die Stimmung in der Öffentlichkeit ist nun eine andere als noch vor einigen Wochen und vor der Veröffentlichung der Zahlen.

Das Handelsblatt berichtet, dass die Bundesregierung nicht bereit sei, die von Hamburg erbetene Summe auf den Tisch zu legen. Immerhin 6,2 Milliarden sollte der Bund zuschießen. Auch für einen Bundesetat kein Pappenstiel (oder „Peanuts“).

Die Flüchtlingskrise tut ihr übriges zur Diskussion beitragen. Die chronisch prekären Kassen der Kommunen, aber auch neue Herausforderung für Bund und Land stellen die offene Frage, ob eine Olympiade im Jahre 2024 jetzt die richtige Priorität für die Politik haben sollte?

Da passt Vieles nicht zusammen. Bei jeder Maßnahme, zuletzt in Kiel bei der Frage, ob das Freibad Katzheide erhalten werden soll waren alle großen Parteien schnell dabei, dass das nicht finanzierbar wäre und man da keine müde Mark mehr reinstecken solle. Insgesamt also die Message: (Nicht nur) Kiel hat kein Geld, das weiß die Welt.

Gleichzeitig scheint man aber für Kommerz und Tourismus immer genug Geld zu haben. Kiel Marketing hat die letzten Jahre z.B. viel Geld und Mühe in Events am Bootshafen gesteckt, um die Ecke attraktiver zu machen, insbesondere für Touristen. Und letztens fanden dort die „Muschelwochen“ statt, unmittelbar vor der Markthalle, in der Transitflüchtlinge untergebracht wurden. Krasser und plastischer könnten die Gegensätze nicht sein! Zitat:

Im beheizten Muschelzelt bereiten die Muschelkocher vom Karolinen Catering, wie gewohnt, a la minute, die fangfrische Meeresdelikatesse im klassischen Gemüse-Weißwein-Sud zu. Frische Austern werden vor den Augen der Gäste geöffnet und serviert. Begleitend dazu empfehlt sich ein gut gekühltes Glas Wein ,Champagner oder ein frisch gezapftes Lübzer Bier.

Das ist wie ein Sinnbild für die Situation, in der Kiel gerade steckt: Es gibt Arm und Reich. Es gibt die Situation, dass Flüchtlinge in Kiel ankommen und weder einen Schlafplatz finden, noch ausreichend Nahrung. Also die Grundbedürfnisse. Auf der anderen Seite gibt es öffentlich die Vorführung von Luxus und Überfluss. Das ganze dann keine 50 Meter voneinander entfernt.

Dabei geht es auch um andere Themen. Katzheide wurde ja bereits genannt. Bezahlbarer Wohnraum wäre ein anderes Thema. Dabei ist z.B. Schilksee traditionell eher ein Stadtteil für Besserverdienende – und einer der weiter weg vom Zentrum nicht sein könnte. Bezahlbaren Wohnraum müsste Kiel daher eher in anderen Stadtteilen schaffen.

Es wird immer argumentiert, dass Olympia nebenbei ganz nachhaltig Infrastrukturen schafft, die später auch anderweitig genutzt werden können. Aber machen wir uns nichts vor: Es geht um Sportwettkämpfe und nicht um Stadtentwicklungsprogramme. Selbst wenn der Bund 6 Milliarden nach Hamburg gibt und auch Kiel Bundesgelder bekommt, so sind dies auch Steuergelder, die wir alle mitbezahlen. Und sie fehlen an anderer Stelle! Lokale Unternehmen profitieren selten von Olympischen Spielen. Internationale Bauunternehmen oder Fastfoodketten  bauen auf und verschwinden hinterher wieder. Den Städten werden Regeln auferlegt, die einen Ausnahmezustand herstellen. Mit der Kieler Woche ist das nicht vergleichbar.

Daher rufen wir nach wie vor dazu auf: Geht zum Bürgerentscheid am 29.11., bzw. nehmt die Chance war, sobald die Wahlunterlagen ankommen, per Briefwahl mit NEIN zu stimmen! Wir alle werden den Preis zahlen müssen. Es geht nicht gegen Sport im Allgemeinen, oder das Segeln im Speziellen. Aber wer Segeln will muss Schwimmen lernen“

Das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen die Schließung von Katzheide hat gezeigt, dass wir Bürger*innen doch etwas tun können, wenn wir die Politik aufmerksam verfolgen und unsere Stimme geschickt einsetzen!

Übrigens: Bald wird es auch Informationen zum Bürgerentscheid zu Olympia unter http://www.kiel-entscheidet.de/ von der LINKEN geben (aktuell noch zum Bürgerentscheid Möbel Kraft).

Bald zu haben: Unser Aufkleber! #nolympia #nolympiakiel

In Druck gegeben ist er bereits und wird bald überall in Kiel verfügbar und sichtbar sein.
LV_Nolympia_halb_A6

Meldet euch bei uns, wenn ihr welche abhaben wollt. Auslageorte:

Ab Montag, 12.10. nachmittag:

  • BioGaarden, Kaiserstraße 56, 24143 Kiel

Nach Boston auch Toronto ausgestiegen. Ein Kommentar #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme

Fälschlicher weise als gute Nachricht interpretiert die SHZ die Nachricht aus Toronto ( Kanada), dass man sich nicht für Olympia bewerben wolle.In Toronto war es die Wirtschaft, die zu kühl blieb um Feuer und Flamme für die Spiele zu werden (s.a. Artikel im Toronto Star).

Alleine die Bewerbung hätte Toronto 40 Mio. € gekostet. In den Kommentaren vom Toronto Star freuen sich Leser, dass das Papier nun wieder zu einer normalen Tageszeitung werde, anstatt zu einer Art Cheerleader für Olympia. Auch in anderen Städten wie in Kiel oder Hamburg mutierten Blätter zu Propagandamaschinen für das IOC und die Bewerbung.

Bereits von einigen Monaten machte Boston den Rückzieher und muss nun mit den Schulden der Bewerbung leben.

Statt das Ausscheiden großer Bewerber als tolle Chance zu sehen, sollte irgend wann ein mal der Groschen fallen, dass manch anderer Städte die Bewerbung eben am Ende doch kritischer sehen und nicht auf einem noch größeren Schuldenberg sitzen bleiben. Bisher verhalten sich Hamburg und Kiel eher so, als wenn Schulden natürlich allen Städten der Welt passieren könnten, ihnen aber als einzigen natürlich niemals. Das Ausmaß des Realitätsverlustes ist nahezu unfassbar.

Unterdessen hat „Katzheide: JA!“ ein wichtiges erstes Zeichen gesetzt, nach dem bereits ungefähr zehntausend Unterschriften für die Durchführung eines Bürgerentscheides gesammelt wurden. Auch an dieser Stelle eine Gratulation von uns!

Es zeigt, dass in Kiel durchaus ein kritischer Geist vorhanden ist. Den wollen wir auch gerne als Rückenwind für eine möglichst hohe Ablehnung der Olympiade in Kiel nutzen. Auch wenn wir bisher nur eine (im Vergleich zu Hamburg) kleine Bewegung sind. In Kiel ist sowohl die Begeisterung als auch die Widerstand im Verhältnis geringer. Entschieden wird dann an der Wahlurne.

Noch immer liegen keinerlei Zahlen vor. Damit ist nur wenige Wochen vor der Entscheidung auch keine kritische Prüfung von Zahlen möglich. Das ist vermutlich Strategie, um die Gegner der Geldverschwendung abzuhängen. Transparenz sieht anders aus!

Demnächst werden wir einen Aufkleber produzieren und mehr inhaltlich in die Debatte einsteigen. Die Stadt Kiel wirkt auf Facebook bisher überhaupt nicht dialogfähig. Keine Frage von uns wurde bisher beantwortet. Entweder hat man keine Antworten, oder man hat den Kampf bereits aufgegeben. Nur verwunderlich wieviel Geld trotz allem in die Werbung gesteckt wird. Man hat den Eindruck: Überall wo zwei Personen zusammenstehen, wird ein Zelt aufgebaut und Propaganda abgelassen.

#YouHadOneJob Kritischer Bürgerdialog in Hamburg gescheitert! #NOLYMPIA

Da ist dann auch nichts mehr zu retten. S.a. „Ist das nicht überzeugend, was hier gesagt wurde?“ Hamburg diskutiert die Spiele – eine Analyse. In dem Artikel wird die ganze Veranstaltung dokumentiert. Ich werde das Video auch von Youtube einbinden, sobald es dort auch verfügbar ist

Unter anderem kommt bei der Nachfrage, ob denn zum Referendum dann endlich Zahlen vorliegen des einzigen Kritikers von Olympia in der Runde heraus:

„Nein. Natürlich nicht….“

Soso, also am 29.11. in Hamburg definitiv der Blankoscheck.

Und man hat klar kommuniziert, dass es kein ernsthaftes Interesse an einer offenen Diskussion über Sinn und Unsinn der Olympischen Spiele in Hamburg gibt. Zudem wie sehr die Spiele gekauft sind und primäres Interesse einiger Großinvestoren vorherrscht. und damit dürfte klar sein, dass für die Mehrheit der Menschen in Kiel und Hamburg keine Vorteile bei herausspringen.

Die Veranstaltung hat offenbart, wie abgehoben die Planungen rund um die Austragung der Olympischen Spiele wirklich ist.