Der ganz normale olympische Wahnsinn #nolympia #olympia

Es ist mal wieder so weit: Die Olympischen Spiele sind voll in Fahrt. Und vieles der Kritik, die wir in Kiel, Hamburg und anderen Städten u.a. auch im Vorfeld der Bewerbung Hamburg/Kiel formuliert hatten wird bestätigt.

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Von chensiyuan – chensiyuan, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10340454

Rio ist überfordert. Von grünen Spielen und Umweltschutz keine Spur, kritisieren selbst Sportler. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird hier wahrscheinlich so deutlich wie sonst nirgendwo auf der Welt.

Flüchtlingssportler wurden nicht in die jeweiligen Mannschaften der Länder integriert, sondern mussten in einem eigenen Team starten. Ein ungarischer Reporter nahm das zum Anlass deren Teilnahme gar nicht erst zu erwähnen.

Weder steht der Olympische Gedanke zur Zeit für Integration, noch für Augenhöhe,noch für Umweltschutz, noch für Gerechtigkeit.

Im Gegenteil. Es scheint so, als wäre Olympia ein Brennglas für all das, was falsch läuft auf der Welt. Währenddessen wird Olympia zum größten und teuersten Nischenprogramm im deutschen Fernsehen.

Währenddessen versuchen Großkonzerne wie Coca-Cola immer noch von einem gar nicht mehr vorhandenem positiven Image zu profitieren. Auf eine kritische Nachfrage an Coca Cola Deutschland erhielt  ich dennoch nicht einmal eine Antwort. Offenbar ist man sich bewusst, dass die eigene Firma  selbst mit ihrem Negativ-Image in Verbindung mit Olympia keinen Blumentopf gewinnen kann.

So scheint Olympia auch mehr und mehr zu dem Gegenteil zu dem zu werden, was es propagiert. Es wäre dringend nötig, die ganze Sache auf den Kopf zu stellen. Die Privilegien der Bonzen einzustampfen und bei Null anzufangen!

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Zur Sicherheit der Olympischen Spiele #NOlympia #ParisAttacks

Es ist ein sensibles Thema. Nicht erst seit den Anschlägen in Paris. Es sollte nicht als Spielball dienen zwischen Gegnern und Befürwortern der Olympiabewerbung. Dennoch können die Sicherheitsaspekte nicht ganz aus der Diskussion herausgelassen werden. In der Debatte ergaben sich einige wichtige Fragen:

  • Wie kann es sein, dass Hamburg meint sehr viel weniger für Sicherheit ausgeben zu können als bei vergangenen Olympischen Spielen. Das ZDF schreibt: „Mit 461 Millionen Euro kalkuliert Hamburg deutlich weniger Geld für die Sicherheut ein, als die letzten Olympia-Gastgeber dafür aufwendeten. In London 2012 lagen die Sicherheitskosten bei 1,7 Milliarden Euro, bei den Spielen in Athen 2004 bei 1,5 Milliarden Euro und in Peking fielen 2008 drei Milliarden Euro für die Sicherheit an.“ – Hamburg müsste besser darlegen, wieso es da so große Unterschiede gibt. Dazu habe ich bisher nichts gefunden. Gerade mit der Ansage der am besten durchgerechnete Spiele „ever“ scheint das unvereinbar.
  • 2024 bedeutet natürlich Kaffeesatzleserei. Wir kennen nicht die globale Sicherheitssituation in so ferner Zukunft. Aber es scheint gemeinhin sicher anzunehmen, dass sich die Welt in 11 Jahren nicht sicherheitsmäßig so verbessert, dass sie kein nennenswerter Faktor sein wird. Spiele unter gefährlichen Bedingungen könnten eventuell zu riskant sein. Aber natürlich könnte das IOC auch noch 2023/2024 beschließen die Spiele nicht durchzuführen. Aber dennoch kann man dies als Faktor heute auch nicht außer acht lassen oder nicht darüber reden.

Allegemein gibt es nach den Terroranschlägen zwei gegensätzliche Positionen:

  1. Die ParisAttacks bedeuten, dass wir „jetzt erst Recht“ eine Olympiade durchführen muss, um den Terroristen etwas zu beweisen
  2. Die ParisAttacks zeigen die Verwundbarkeit des Westen und wir können uns eine Olympiade aus Sicherheitsgründen nicht mehr leisten.

Beide Extreme sind falsch. Man sollte nicht aufgrund einer Terrorattacke Pläne verwerfen und damit ein Erfolgssignal an Terroristen senden. Genau so wenig sollte man aber auch nicht aus Prinzip eine Veranstaltung durchführen. Zum einen wird 2015 im Jahr 2024 in der Erinnerung verblasst sein. Was bleibt ist die reale Situation, die Kosten und die Risiken.

Sicherheit muss ernsthaft abgewogen werden bei Großveranstaltungen. Das gilt sowohl im Sinne möglicher Massenpaniken als auch in Bezug auf Terrorattacken.

Das heißt die eigentlich Frage müsste lauten: Wieviel und welche Sicherheit braucht Olympia 2024, wollen wir uns das leisten, wollen wir die Atmosphäre, die sie bedeutet und wie sicher werden Besucher*innen und Sportler*innen dann sein? Wie gesagt ein Teil davon ist Kaffeesatzleserei, aber letztlich ist Sicherheit auch ein finanzieller Faktor, der realistisch mitkalkuliert werden muss. Wenn Hamburg mal so eben 1/4 der Kosten ansetzt wie andere Städte, so sollte das im Lichte des Wissens heute gut begründet werden. Wenn das nicht gut begründet werden kann, spricht dies jedenfalls unseres Erachtens nicht für diese Bewerbung. Wenn nach der Abstimmung die Kosten vervielfacht werden müssten, würde es das Olympiakonzept kippen und es müsste ggf. eine erneute Abstimmung stattfinden. Aus unserer Sicht erscheinen die Berechnungen nicht seriös, sondern gezielt kleingerechnet. Es könnten bei der teuersten Bewerbung aller Städte erhebliche Mehrkosten auf Hamburg und Schleswig-Holstein zukommen.

 

 

Es geht um mehr als „nur“ Kiel #NOlympia

Liebe Kieler*innen,

bei allen Argumenten, die wir hier gegen die Ausrichtung der Olympischen Segelwettkämpfe gebracht haben, haben wir zwei Aspekte vernachlässigt:

  1. Es geht hier auch um Hamburg. Auch wenn Hamburg theoretisch auch eine Alternative zu Kiel finden könnte, sollte es in Hamburg klappen, in Kiel aber nicht: Wir stimmen hier auch über die gemeinsame Bewerbung ab. Die Auswirkung in Hamburg wären viel schlimmer als in Kiel, weil wir ja nur eine Sportart ausrichten. Daher sollten Sie auch prüfen, welche Auswirkung die Wettkämpfe für Hamburg haben würden, v.a. die steigenden Mieten und die Kosten. Wir können den Hamburgern auch mit unserer Stimme ein Zeichen zu setzen, gegen die Olympiade!
  2. Der internationale Aspekt. Auch in anderen Städten weltweit gibt es Bewerbungen, die allesamt nicht besser sind als die von Hamburg/Kiel. Wir sind nicht einfach nur froh, wenn der Olympia-Wahnsinn eine andere Stadt trifft. Wir möchten das auch keiner anderen Stadt zumuten.

Olympische Spiele und Nachhaltigkeit sind ein Widerspruch in sich. Nachhaltig ist das, was bleibt. Und auch wenn nicht alle Ausgaben in den Wind geschrieben sind, so sind doch die meisten Investitionen auf das Großereignis zugeschnitten. Wir brauchen nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte statt Großereignisse, die sich den Anstrich von Nachhaltigkeit geben! Es sind die Spiele, die sich ändern müssen, bevor wir diesen zustimmen können. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

STIMMT mit NEIN gegen die Olympischen Spiele, wie sie bisher vorgesehen sind!

Olympiabewerbung Kiel: Die erste Million ist schon weg #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme #kielfuerolympia

Eine kleine Anfrage der LINKEN brachte es ans Tageslicht. Statt wie geplant ca. 790.000 Euro bis Ende Januar 2016 gibt die Stadt Kiel  bis Ende 2015 je nach Rechnung zwischen gut einer Millionen Euro und knapp 1,4 Millionen Euro für die Bewerbung zur Olympiade 2024 aus.

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Nach Boston auch Toronto ausgestiegen. Ein Kommentar #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme

Fälschlicher weise als gute Nachricht interpretiert die SHZ die Nachricht aus Toronto ( Kanada), dass man sich nicht für Olympia bewerben wolle.In Toronto war es die Wirtschaft, die zu kühl blieb um Feuer und Flamme für die Spiele zu werden (s.a. Artikel im Toronto Star).

Alleine die Bewerbung hätte Toronto 40 Mio. € gekostet. In den Kommentaren vom Toronto Star freuen sich Leser, dass das Papier nun wieder zu einer normalen Tageszeitung werde, anstatt zu einer Art Cheerleader für Olympia. Auch in anderen Städten wie in Kiel oder Hamburg mutierten Blätter zu Propagandamaschinen für das IOC und die Bewerbung.

Bereits von einigen Monaten machte Boston den Rückzieher und muss nun mit den Schulden der Bewerbung leben.

Statt das Ausscheiden großer Bewerber als tolle Chance zu sehen, sollte irgend wann ein mal der Groschen fallen, dass manch anderer Städte die Bewerbung eben am Ende doch kritischer sehen und nicht auf einem noch größeren Schuldenberg sitzen bleiben. Bisher verhalten sich Hamburg und Kiel eher so, als wenn Schulden natürlich allen Städten der Welt passieren könnten, ihnen aber als einzigen natürlich niemals. Das Ausmaß des Realitätsverlustes ist nahezu unfassbar.

Unterdessen hat „Katzheide: JA!“ ein wichtiges erstes Zeichen gesetzt, nach dem bereits ungefähr zehntausend Unterschriften für die Durchführung eines Bürgerentscheides gesammelt wurden. Auch an dieser Stelle eine Gratulation von uns!

Es zeigt, dass in Kiel durchaus ein kritischer Geist vorhanden ist. Den wollen wir auch gerne als Rückenwind für eine möglichst hohe Ablehnung der Olympiade in Kiel nutzen. Auch wenn wir bisher nur eine (im Vergleich zu Hamburg) kleine Bewegung sind. In Kiel ist sowohl die Begeisterung als auch die Widerstand im Verhältnis geringer. Entschieden wird dann an der Wahlurne.

Noch immer liegen keinerlei Zahlen vor. Damit ist nur wenige Wochen vor der Entscheidung auch keine kritische Prüfung von Zahlen möglich. Das ist vermutlich Strategie, um die Gegner der Geldverschwendung abzuhängen. Transparenz sieht anders aus!

Demnächst werden wir einen Aufkleber produzieren und mehr inhaltlich in die Debatte einsteigen. Die Stadt Kiel wirkt auf Facebook bisher überhaupt nicht dialogfähig. Keine Frage von uns wurde bisher beantwortet. Entweder hat man keine Antworten, oder man hat den Kampf bereits aufgegeben. Nur verwunderlich wieviel Geld trotz allem in die Werbung gesteckt wird. Man hat den Eindruck: Überall wo zwei Personen zusammenstehen, wird ein Zelt aufgebaut und Propaganda abgelassen.

#YouHadOneJob Kritischer Bürgerdialog in Hamburg gescheitert! #NOLYMPIA

Da ist dann auch nichts mehr zu retten. S.a. „Ist das nicht überzeugend, was hier gesagt wurde?“ Hamburg diskutiert die Spiele – eine Analyse. In dem Artikel wird die ganze Veranstaltung dokumentiert. Ich werde das Video auch von Youtube einbinden, sobald es dort auch verfügbar ist

Unter anderem kommt bei der Nachfrage, ob denn zum Referendum dann endlich Zahlen vorliegen des einzigen Kritikers von Olympia in der Runde heraus:

„Nein. Natürlich nicht….“

Soso, also am 29.11. in Hamburg definitiv der Blankoscheck.

Und man hat klar kommuniziert, dass es kein ernsthaftes Interesse an einer offenen Diskussion über Sinn und Unsinn der Olympischen Spiele in Hamburg gibt. Zudem wie sehr die Spiele gekauft sind und primäres Interesse einiger Großinvestoren vorherrscht. und damit dürfte klar sein, dass für die Mehrheit der Menschen in Kiel und Hamburg keine Vorteile bei herausspringen.

Die Veranstaltung hat offenbart, wie abgehoben die Planungen rund um die Austragung der Olympischen Spiele wirklich ist.