SID: Keine Klarheit über Finanzierung bis zum Bürgerentscheid #nolympia nolympiakiel #feuerundflamme

Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID) bestätigte laut Handelsblatt-Artikel DOSB-Präsident Alfons Hörmann, „dass es bis zur Abstimmung in drei Wochen keine Einigung mit dem Bund über die geplanten Zuschüsse in Höhe von 6,2 Milliarden Euro geben werde. “

Damit werden die Einwohner*innen von Kiel und Hamburg am 29. November über ein Finanzierungskonzept abstimmen, bei dem immer noch nicht klar ist, ob es überhaupt tragfähig ist.

Zuletzt hatte Hamburgs Bürgermeister Scholz bei einer Veranstaltung zugeben müssen, dass von den angepeilten privaten Investitionen bisher null Euro eingeworben wurden.

Es ist also vollkommen offen, wie viel der Kosten die Bundesregierung trägt und wie viele der geplanten Privaten Investitionen tatsächlich zusammenkommen. Unter dem Strich entscheiden wir also nicht über ein fertiges Finanzierungskonzept und als Businessplan ohne jede Zusagen würde einem das jede Bank um die Ohren hauen als Existenzgründer. In diesem Fall haben aber Förde Sparkasse (als Gold Supporter) und Volksbank (als Bronze Supporter) ihre Kassen freiwillig und ohne Bedenken geöffnet. Als privater oder gewerblicher Bankkunde kann man da nur staunen, mit welchen Summen da eine Kampagne unterstützt wird, während man bei eigenen Anfragen oft eher auf Beton stößt. Letztlich sind es dann auch die Gelder der kleinen Leute, die auf Kontoführungsgebühren, Bareinzahlungen ,etc. genommen werden, die zur Finanzierung von Werbung für die Olympischen Spiele herangezogen werden.

Man gewinnt den Eindruck, dass dort eine politische Klasse an den Bedürfnissen und Interessen der einfachen Leuten vorbei große Politik gemacht wird. Aber nicht zuvor deren Gelder abzuzwacken.

StimmzettelAls Kielerinnen und Kieler sollten wir entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird. Aber dazu hätten wir vorher wissen müssen, was es uns kosten wird. Da dies nicht einmal ansatzweise klar ist, gibt es aus unserer Sicht keine Alternative zu einem NEIN auf dem Stimmzettel!

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Mehrheiten? #nolympia #nolympiakiel #kielfuerolympia #rvkiel

Seit Monaten hieß es: Wenn man keine 60 Prozent als Mindestwert für eine Zustimmung bei einem Bürgerentscheid am 29. November genannt. Plötzlich wird das Ganze heruntergeschraubt. Olympiachef Hörmann in der KN vom 4.11. Deutscher Olympia-Chef: 50,01 Prozent reichen.

Offenbar nimmt man bereits wahr, dass die 60 Prozent wackeln? Aber warum hatte man sich erst einen höheren Wert gesetzt? Weil die Städte/Länder, deren Bevölkerung nur knapp zustimmen kaum eine Chance haben zu gewinnen.

Wir kämen also in eine Situation, wo formal zwar die Bevölkerung knapp zugestimmt hat, aber die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung bei Null lägen. Es würde bedeuten noch monate- und jahrelang Personal und Ressourcen in eine chancenlose Bewerbung zu stecken.

Für uns Gegner bedeutet die Wende, dass wir unsere Bemühungen erhöhen müssen, Menschen davon zu überzeugen, dass wir uns die Spiele nicht leisten können. Wo die Organisatoren jetzt jede Vernunft fahren lassen und selbst bei nur einer knappen Zustimmung weitermachen, müssen wir darauf setzen die Zustimmung Ende November auf unter 50 Prozent zu drücken! Vergessen wir auch nicht, dass noch kein fertiges Finanzierungskonzept vorliegt. Es gibt keine festen Zusagen des Bundes über die Höhe der Beteiligung. Insofern muss das, was vorliegt und verfrüht zur Abstimmung gekommen ist, auf jeden Fall angelehnt werden!

Diskutiert mit Freund, Verwandten am Arbeitsplatz, Schule oder an Hochschulen über die Olympiabewerbung! Findet selber Argumente Dafür oder Dagegen und wägt sie ab. Ich bin sicher ihr kommt dann auch zu dem Ergebnis, dass es für Kiel zu riskant ist. Und wenn ihr euch keine Meinung bildet oder unsicher bleibt, bleibt zuhause. Stimmt nicht für Olympia, weil es sich gut anfühlt, ohne die Argumente geprüft zu haben!