Präsident der FH Kiel mag keine Olympia-Gegner #nolympia #nolympiakiel #kielfuerolympia #feuerundflamme #fhkielgate

Professor Dr. Udo Beer muss ein großer Olympia-Fan sein. Vielleicht mag er auch lieber kein Flugticket nach Los Angeles kaufen und möchte daher lieber eine kurze Anreise. Jedenfalls hat er sich mächtig ins Zeug gelegt und nicht davor zurück geschreckt allen Mitarbeiter*innen und Studierenden ein bestimmtes Abstimmungsverhalten zu empfehlen.

Liebe alle,
wie Sie vielleicht wissen, möchte sich die Landeshauptstadt Kiel zusammen mit Hamburg um die Ausrichlung der Olympischen Spiele 2024 bewerben Hierzu findet
am 29.11.2015 ein Bürgerentscheid statt. Wer von Ihnen in Kiel wohnt, ist wahlberechligt. Ich bitte Sie, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen Sie können hierzu übrigens auch die Briefwahl beantragen Folgen Sie hierzu folgendem Link

Auch wenn innen der Ausgang des Bürgerentscheides egal ist, bitte Ich Sie, sich trotzdem zu beteiligen. Unsere Hochschule gehört zur Landeshauptstadt und ist
vom Ansehen ihrer Stadt maßgeblich in ihrer eigenen Marke geprägt.
Verkürzt kann man sagen „alles was gut ist für Kiel, ist auch gut für die Marke der Fachhochschule Kiel“
Sie sollten daher eine Meinung haben oder entwickeln, welche Auswirkungen ein solches Großereignis
von Weltrang auf die Strahlkraft des Namens „€žKiel“ hat.

Ich persönlich glaube, dass unsere Stadt an Prom gewinnen kann und unsere Hochschule langfristig daran partizipieren wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Udo Beer
Präsident

Feuer.
O24 Flamme.
Kiel.

Siehe auch diesen Screenshot:
werbemail

Mir sind heute mehrere Hinweise zu dieser Email zu Ohren gekommen und die  Empfänger*innen waren zumeist einigermaßen schockiert über diesen eher plumpen Beeinflussungsversuch. Offenbar geht Herr Beer davon aus, dass wenn Papa was sagt, alle Angestellten und Studis seine Wünsche auch brav umsetzen. Vielleicht finden jetzt tatsächlich einige eine Meinung. Aber eher aufgrund dieser Beeinflussung als aufgrund  inhaltlicher Argumente.

FH Präsident Udo Beer

FH Kiel Präsident Udo Beer

Wo ist Forschung eigentlich hingekommen, wenn eine Olympiade befürwortet wird, nur weil es irgendwie der „Marke FH Kiel“ über Umwege nützen könnte. Diese Argumentation ist doch absurd.

Der Witz ist: Wenn er hiermit nicht mal seiner heißgeliebten Marke selber schwer geschadet hat. Schließlich ist die Unabhängigkeit der Forschung ein hohes Gut.

#fhkielgate

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Olympiabewerbung Kiel: Die erste Million ist schon weg #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme #kielfuerolympia

Eine kleine Anfrage der LINKEN brachte es ans Tageslicht. Statt wie geplant ca. 790.000 Euro bis Ende Januar 2016 gibt die Stadt Kiel  bis Ende 2015 je nach Rechnung zwischen gut einer Millionen Euro und knapp 1,4 Millionen Euro für die Bewerbung zur Olympiade 2024 aus.

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Die Messlatte für #Olympia #Nolympia

Es ist nicht ganz einfach im Kopf zu behalten, welche Messlatten für den kommenden Bürgerentscheid/Referendum es in Kiel und Hamburg gibt. Auch interessant ist im Vergleich auch zu dem Bürgerentscheid in München, die sich für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2022 beworben hatten. Fangen wir also mal von hinten an:

Welche Bedingungen galten für den Bürgerentscheid in München am 10. November 2013?

  • Es mussten mindestens 10 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen
  • Der Entscheid galt als gewonnen, wenn eine einfache Mehrheit der Stimmen erreicht wurde
  • Es wurde zudem auch in Markt Garmisch-Partenkirchen, Landkreis Traunstein
    und Landkreis Berchtesgadener Land abgestimmt

Das Ergebnis in München:

  • Immer wieder wird behauptet, in München hätte es nicht ausreichend Stimmen gewählt )ich habe das selbst mehrfach so gelesen!) Das ist aber nicht richtig: Es gab 310.598 gültige Stimmen, 107.323 wären notwendig gewesen. Damit wurde eine Wahlbeteiligung von 28,9 % erreicht. –> Amtliches Endergebnis
  • In München selbst stimmten 52,2 % gegen die Bewerbung, in Markt Garmisch-Partenkirchen 51,56 mit NEIN, im Landkreis Traunstein 59,67 % mit NEIN, im Landkreis Berchtesgadener Land 54,02 % mit NEIN.
  • Interessant dazu dieser Artikel der Abendzeitung München.

Hier ein Video nach dem Bürgerentscheid:

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