Site Update for #NOlympia #Kiel #Germany

banksyolympiaWe updated the site today. The header image now is the sticker we distribute. We added some links to other websites against Olympia. We wish you all success! Let’s pull the plug out of the bids!

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Olympiade: Der Preis steht fest #nolympia #feuerundflamme #kielfuerolympia

7,1 Milliarden für Hamburg und 41 Millionen für Kiel. Das sind die offiziellen Zahlen mit denen die Bürger*innen und Steuerzahler*innen in den beiden Städten rechnen müssen. Lange, viel zu lange hat es gebraucht, bis man die Zahlen präsentiert hat.

Am kommenden Donnerstag, am 15. Oktober sollen die Ratsmitglieder weitere Schritte zum Bürgerentscheid beschließen. Doch die Stimmung in der Öffentlichkeit ist nun eine andere als noch vor einigen Wochen und vor der Veröffentlichung der Zahlen.

Das Handelsblatt berichtet, dass die Bundesregierung nicht bereit sei, die von Hamburg erbetene Summe auf den Tisch zu legen. Immerhin 6,2 Milliarden sollte der Bund zuschießen. Auch für einen Bundesetat kein Pappenstiel (oder „Peanuts“).

Die Flüchtlingskrise tut ihr übriges zur Diskussion beitragen. Die chronisch prekären Kassen der Kommunen, aber auch neue Herausforderung für Bund und Land stellen die offene Frage, ob eine Olympiade im Jahre 2024 jetzt die richtige Priorität für die Politik haben sollte?

Da passt Vieles nicht zusammen. Bei jeder Maßnahme, zuletzt in Kiel bei der Frage, ob das Freibad Katzheide erhalten werden soll waren alle großen Parteien schnell dabei, dass das nicht finanzierbar wäre und man da keine müde Mark mehr reinstecken solle. Insgesamt also die Message: (Nicht nur) Kiel hat kein Geld, das weiß die Welt.

Gleichzeitig scheint man aber für Kommerz und Tourismus immer genug Geld zu haben. Kiel Marketing hat die letzten Jahre z.B. viel Geld und Mühe in Events am Bootshafen gesteckt, um die Ecke attraktiver zu machen, insbesondere für Touristen. Und letztens fanden dort die „Muschelwochen“ statt, unmittelbar vor der Markthalle, in der Transitflüchtlinge untergebracht wurden. Krasser und plastischer könnten die Gegensätze nicht sein! Zitat:

Im beheizten Muschelzelt bereiten die Muschelkocher vom Karolinen Catering, wie gewohnt, a la minute, die fangfrische Meeresdelikatesse im klassischen Gemüse-Weißwein-Sud zu. Frische Austern werden vor den Augen der Gäste geöffnet und serviert. Begleitend dazu empfehlt sich ein gut gekühltes Glas Wein ,Champagner oder ein frisch gezapftes Lübzer Bier.

Das ist wie ein Sinnbild für die Situation, in der Kiel gerade steckt: Es gibt Arm und Reich. Es gibt die Situation, dass Flüchtlinge in Kiel ankommen und weder einen Schlafplatz finden, noch ausreichend Nahrung. Also die Grundbedürfnisse. Auf der anderen Seite gibt es öffentlich die Vorführung von Luxus und Überfluss. Das ganze dann keine 50 Meter voneinander entfernt.

Dabei geht es auch um andere Themen. Katzheide wurde ja bereits genannt. Bezahlbarer Wohnraum wäre ein anderes Thema. Dabei ist z.B. Schilksee traditionell eher ein Stadtteil für Besserverdienende – und einer der weiter weg vom Zentrum nicht sein könnte. Bezahlbaren Wohnraum müsste Kiel daher eher in anderen Stadtteilen schaffen.

Es wird immer argumentiert, dass Olympia nebenbei ganz nachhaltig Infrastrukturen schafft, die später auch anderweitig genutzt werden können. Aber machen wir uns nichts vor: Es geht um Sportwettkämpfe und nicht um Stadtentwicklungsprogramme. Selbst wenn der Bund 6 Milliarden nach Hamburg gibt und auch Kiel Bundesgelder bekommt, so sind dies auch Steuergelder, die wir alle mitbezahlen. Und sie fehlen an anderer Stelle! Lokale Unternehmen profitieren selten von Olympischen Spielen. Internationale Bauunternehmen oder Fastfoodketten  bauen auf und verschwinden hinterher wieder. Den Städten werden Regeln auferlegt, die einen Ausnahmezustand herstellen. Mit der Kieler Woche ist das nicht vergleichbar.

Daher rufen wir nach wie vor dazu auf: Geht zum Bürgerentscheid am 29.11., bzw. nehmt die Chance war, sobald die Wahlunterlagen ankommen, per Briefwahl mit NEIN zu stimmen! Wir alle werden den Preis zahlen müssen. Es geht nicht gegen Sport im Allgemeinen, oder das Segeln im Speziellen. Aber wer Segeln will muss Schwimmen lernen“

Das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen die Schließung von Katzheide hat gezeigt, dass wir Bürger*innen doch etwas tun können, wenn wir die Politik aufmerksam verfolgen und unsere Stimme geschickt einsetzen!

Übrigens: Bald wird es auch Informationen zum Bürgerentscheid zu Olympia unter http://www.kiel-entscheidet.de/ von der LINKEN geben (aktuell noch zum Bürgerentscheid Möbel Kraft).

Bald zu haben: Unser Aufkleber! #nolympia #nolympiakiel

In Druck gegeben ist er bereits und wird bald überall in Kiel verfügbar und sichtbar sein.
LV_Nolympia_halb_A6

Meldet euch bei uns, wenn ihr welche abhaben wollt. Auslageorte:

Ab Montag, 12.10. nachmittag:

  • BioGaarden, Kaiserstraße 56, 24143 Kiel

Nach Boston auch Toronto ausgestiegen. Ein Kommentar #nolympia #nolympiakiel #feuerundflamme

Fälschlicher weise als gute Nachricht interpretiert die SHZ die Nachricht aus Toronto ( Kanada), dass man sich nicht für Olympia bewerben wolle.In Toronto war es die Wirtschaft, die zu kühl blieb um Feuer und Flamme für die Spiele zu werden (s.a. Artikel im Toronto Star).

Alleine die Bewerbung hätte Toronto 40 Mio. € gekostet. In den Kommentaren vom Toronto Star freuen sich Leser, dass das Papier nun wieder zu einer normalen Tageszeitung werde, anstatt zu einer Art Cheerleader für Olympia. Auch in anderen Städten wie in Kiel oder Hamburg mutierten Blätter zu Propagandamaschinen für das IOC und die Bewerbung.

Bereits von einigen Monaten machte Boston den Rückzieher und muss nun mit den Schulden der Bewerbung leben.

Statt das Ausscheiden großer Bewerber als tolle Chance zu sehen, sollte irgend wann ein mal der Groschen fallen, dass manch anderer Städte die Bewerbung eben am Ende doch kritischer sehen und nicht auf einem noch größeren Schuldenberg sitzen bleiben. Bisher verhalten sich Hamburg und Kiel eher so, als wenn Schulden natürlich allen Städten der Welt passieren könnten, ihnen aber als einzigen natürlich niemals. Das Ausmaß des Realitätsverlustes ist nahezu unfassbar.

Unterdessen hat „Katzheide: JA!“ ein wichtiges erstes Zeichen gesetzt, nach dem bereits ungefähr zehntausend Unterschriften für die Durchführung eines Bürgerentscheides gesammelt wurden. Auch an dieser Stelle eine Gratulation von uns!

Es zeigt, dass in Kiel durchaus ein kritischer Geist vorhanden ist. Den wollen wir auch gerne als Rückenwind für eine möglichst hohe Ablehnung der Olympiade in Kiel nutzen. Auch wenn wir bisher nur eine (im Vergleich zu Hamburg) kleine Bewegung sind. In Kiel ist sowohl die Begeisterung als auch die Widerstand im Verhältnis geringer. Entschieden wird dann an der Wahlurne.

Noch immer liegen keinerlei Zahlen vor. Damit ist nur wenige Wochen vor der Entscheidung auch keine kritische Prüfung von Zahlen möglich. Das ist vermutlich Strategie, um die Gegner der Geldverschwendung abzuhängen. Transparenz sieht anders aus!

Demnächst werden wir einen Aufkleber produzieren und mehr inhaltlich in die Debatte einsteigen. Die Stadt Kiel wirkt auf Facebook bisher überhaupt nicht dialogfähig. Keine Frage von uns wurde bisher beantwortet. Entweder hat man keine Antworten, oder man hat den Kampf bereits aufgegeben. Nur verwunderlich wieviel Geld trotz allem in die Werbung gesteckt wird. Man hat den Eindruck: Überall wo zwei Personen zusammenstehen, wird ein Zelt aufgebaut und Propaganda abgelassen.

#YouHadOneJob Kritischer Bürgerdialog in Hamburg gescheitert! #NOLYMPIA

Da ist dann auch nichts mehr zu retten. S.a. „Ist das nicht überzeugend, was hier gesagt wurde?“ Hamburg diskutiert die Spiele – eine Analyse. In dem Artikel wird die ganze Veranstaltung dokumentiert. Ich werde das Video auch von Youtube einbinden, sobald es dort auch verfügbar ist

Unter anderem kommt bei der Nachfrage, ob denn zum Referendum dann endlich Zahlen vorliegen des einzigen Kritikers von Olympia in der Runde heraus:

„Nein. Natürlich nicht….“

Soso, also am 29.11. in Hamburg definitiv der Blankoscheck.

Und man hat klar kommuniziert, dass es kein ernsthaftes Interesse an einer offenen Diskussion über Sinn und Unsinn der Olympischen Spiele in Hamburg gibt. Zudem wie sehr die Spiele gekauft sind und primäres Interesse einiger Großinvestoren vorherrscht. und damit dürfte klar sein, dass für die Mehrheit der Menschen in Kiel und Hamburg keine Vorteile bei herausspringen.

Die Veranstaltung hat offenbart, wie abgehoben die Planungen rund um die Austragung der Olympischen Spiele wirklich ist.

Boston bewirbt sich nicht #nolympia #nolympiakiel

Olympische Sommerspiele 2024: Boston bewirbt sich nicht – SPIEGEL ONLINE.

„Wenn diese Unterschrift am heutigen Tag gefordert wird, um weiterzumachen, dann wird Boston die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele nicht weiterverfolgen“, sagte Walsh: „Ich werde nichts unterschreiben, wodurch das Geld der Steuerzahler für die Kosten der Olympischen Spiele benutzt werden kann.“

Vorbildlich, was Boston da hingelegt hat. So viel Kraft und Vernunft gegen die Olympischen Spiele und dann noch einen Bürgermeister, der den Mut hatte, den Stecker zu ziehen!

Bürgerentscheid am 29. November auch in Kiel #nolympia #nolympiakiel

So weit wir wissen, wird am 29. November auch in Kiel die Frage gestellt, ob Kiels Bürger*innen die Segelwettkämpfe in der Landeshauptstadt ausgetragen sehen wollen, sofern Deutschland/Hamburg den Zuschlag bekommt. Bislang wird Kiel aber nur nebenbei erwähnt auf der Infoseite der Stadt Hamburg. Die Stadt Kiel gibt das Datum auf ihrer Seite bisher  (26.7.) noch nicht an.

Doch noch steht offenbar weder die Frage fest noch die Kosten, die auf Kiel zukommen. Man liest, sieht und hört viel Propaganda, aber hört doch wenige Fakten. Auf einer Vorstellung der Pläne im Rathaus am 24. Juni kamen lediglich 50 Gäste nach Angaben des NDR. Begeisterung sieht anders aus.

#NOlympia 70 Millionen für Hamburg #FeuerUndFlamme #KielFuerOlympia

Nach einer Studie werden die Koste für Sommerolympiade im Durchschnitt um 118 % überschritten. Für Hamburg wurde jetzt 70 Millionen als Hausmarke genannt, Damit würde Hamburg am Ende bei über 150 Millionen Euro liegen, vorbehaltlich, dass Hamburg diese Olympiade 2024 ausrichten darf. Was viele für sehr unwahrscheinlich halten. Also ist der eigentlich Skandal vielleicht eher, dass für viele Millionen eine Bewerbung vorangetrieben wird, die aller Voraussicht nach vergebens ist. Das heißt man gibt wissentlich Geld aus, dass, um es mit einem abgewandelten  Westerwelle zu sagen: „Das Geld kann man natürlich ausgeben, aber das ist dann hinterher natürlich im Gulli

Auf Facebook hatte ich direkt das Kieler Olympia-Team gefragt:

– Muss man das nicht als erstes Wissen, bevor man sich in so ein Abenteuer stürzt, was es kostet? Wie teuer soll uns die Olympiade kosten. Kiel ist doch bereits hochverschuldet!?

Man war aber entweder nicht willens oder in der Lage diese einfache Fragen zu beantworten. Von einem „Dialog“ kann man in Kiel wohl kaum reden. Die Menschen werden bereits vor dem Bürgerentscheid dazu aufgerufen, Ideen einzubringen:

Das wird ja spannend: Am Mittwoch, 10. Juni, geht es ab 19 Uhr im Rathaus um die rund 2.000 Beiträge aus 1.000 Gesprächen und mehr als 300 ausgefüllten Bögen zur Olympiaplanung.

„Unser Olympia“ erreicht einen Meilenstein. Sie sind wieder gefragt: Gewichten Sie die Beiträge und entwickeln Sie Fragen und Themen für die Machbarkeitsstudie.

Wobei es etwas absurd erscheint, eine „Machbarkeitsstudie“ zu erstellen, die normaler weise dazu dient die Machbarkeit herauszufinden, wenn die Beteiligung der Bürger schon mit der Überschrift eingeleitet wird „Kiel ist bereit für Olympische Segelwettbewerbe“ und „perfektes Segelrevier“, „beste Voraussetzungen“.

Wie neutral wird wohl diese Machbarkeitsstudie sein? Die Kieler Bewerbung basiert mehr auf  Emotionen und Bauchgefühl, als auf einer kritischen Analyse der Machbarkeit. Es soll klappen, weil man es will. Ob es realistisch oder umsetzbar ist, interessiert wenig. Online-Umfragen und Machbarkeitsstudien sind so angelegt, dass sie Rückenwind geben sollen.

Aber wer wird von der Bewerbung und der Umsetzung profitieren und umgekehrt wer wird eher in Mitleidenschaft gezogen? Sicher werden formal und von den Investitionen her die Stadtteile profitieren, die den Segelwettkämpfen am nächsten liegen. Also z.B. Schilksee und Holtenau. Verlierer werden dabei eher die Viertel sein, die weiter ab liegen. So will man in Gaarden sowohl das Freibad Katzheide als auch der Skatepark sollen abgerissen werden. Kiel setzt Prioritäten. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Wobei die Frage erlaubt ist, ob jede Olympia-Investition für die Betroffenen immer ein Gewinn ist.

Bisher gibt es kein Preisschild an der Olympiade Kiel. Bevor es das nicht gibt, kann man zumindest nicht JA sagen, wenn man es mit den Sorgen um die Kieler Finanzen ernst meint. Politiker*innen scheinen Kosten diesbezüglich aber gar nicht zu interessieren.

Zum Abschluß Video mit viel geskate in Gaarden (u.a. auch im Skatepark):