#NOlympia 70 Millionen für Hamburg #FeuerUndFlamme #KielFuerOlympia

Nach einer Studie werden die Koste für Sommerolympiade im Durchschnitt um 118 % überschritten. Für Hamburg wurde jetzt 70 Millionen als Hausmarke genannt, Damit würde Hamburg am Ende bei über 150 Millionen Euro liegen, vorbehaltlich, dass Hamburg diese Olympiade 2024 ausrichten darf. Was viele für sehr unwahrscheinlich halten. Also ist der eigentlich Skandal vielleicht eher, dass für viele Millionen eine Bewerbung vorangetrieben wird, die aller Voraussicht nach vergebens ist. Das heißt man gibt wissentlich Geld aus, dass, um es mit einem abgewandelten  Westerwelle zu sagen: „Das Geld kann man natürlich ausgeben, aber das ist dann hinterher natürlich im Gulli

Auf Facebook hatte ich direkt das Kieler Olympia-Team gefragt:

– Muss man das nicht als erstes Wissen, bevor man sich in so ein Abenteuer stürzt, was es kostet? Wie teuer soll uns die Olympiade kosten. Kiel ist doch bereits hochverschuldet!?

Man war aber entweder nicht willens oder in der Lage diese einfache Fragen zu beantworten. Von einem „Dialog“ kann man in Kiel wohl kaum reden. Die Menschen werden bereits vor dem Bürgerentscheid dazu aufgerufen, Ideen einzubringen:

Das wird ja spannend: Am Mittwoch, 10. Juni, geht es ab 19 Uhr im Rathaus um die rund 2.000 Beiträge aus 1.000 Gesprächen und mehr als 300 ausgefüllten Bögen zur Olympiaplanung.

„Unser Olympia“ erreicht einen Meilenstein. Sie sind wieder gefragt: Gewichten Sie die Beiträge und entwickeln Sie Fragen und Themen für die Machbarkeitsstudie.

Wobei es etwas absurd erscheint, eine „Machbarkeitsstudie“ zu erstellen, die normaler weise dazu dient die Machbarkeit herauszufinden, wenn die Beteiligung der Bürger schon mit der Überschrift eingeleitet wird „Kiel ist bereit für Olympische Segelwettbewerbe“ und „perfektes Segelrevier“, „beste Voraussetzungen“.

Wie neutral wird wohl diese Machbarkeitsstudie sein? Die Kieler Bewerbung basiert mehr auf  Emotionen und Bauchgefühl, als auf einer kritischen Analyse der Machbarkeit. Es soll klappen, weil man es will. Ob es realistisch oder umsetzbar ist, interessiert wenig. Online-Umfragen und Machbarkeitsstudien sind so angelegt, dass sie Rückenwind geben sollen.

Aber wer wird von der Bewerbung und der Umsetzung profitieren und umgekehrt wer wird eher in Mitleidenschaft gezogen? Sicher werden formal und von den Investitionen her die Stadtteile profitieren, die den Segelwettkämpfen am nächsten liegen. Also z.B. Schilksee und Holtenau. Verlierer werden dabei eher die Viertel sein, die weiter ab liegen. So will man in Gaarden sowohl das Freibad Katzheide als auch der Skatepark sollen abgerissen werden. Kiel setzt Prioritäten. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Wobei die Frage erlaubt ist, ob jede Olympia-Investition für die Betroffenen immer ein Gewinn ist.

Bisher gibt es kein Preisschild an der Olympiade Kiel. Bevor es das nicht gibt, kann man zumindest nicht JA sagen, wenn man es mit den Sorgen um die Kieler Finanzen ernst meint. Politiker*innen scheinen Kosten diesbezüglich aber gar nicht zu interessieren.

Zum Abschluß Video mit viel geskate in Gaarden (u.a. auch im Skatepark):

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2 Gedanken zu „#NOlympia 70 Millionen für Hamburg #FeuerUndFlamme #KielFuerOlympia

  1. Oh man Thilo, ist das dein Ernst? Du schreibst von 118% Kostenüberschreitung der „Kosten für Sommerolympiaden“ im Zusammenhang mit aus der Luft gegriffenen 70 Millionen Euro Bewerbungskosten. Da gruselt es den themenaffinen Menschen wirklich. In diesem Satz sind so viele Fehler, wie ich früher in meinen ersten Diktaten nicht machen durfte:

    1. Eine Olympiade ist der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen. Die Kosten fallen wohl eher für Olympische und Paralympische Spiele an, oder?

    2. Was haben solche Kosten mit Bewerbungskosten zu tun? Für eine Bewerbung baut man noch kein Stadion. Aber wenn du doch eine Quelle hast, die verspricht, dass die Ausrichtung der Spiele nur 70 Millionen kostet, dann sollten wir die Spiele unbedingt und sofort ausrichten!

    3. Damit sind die „118% Kostenüberschreitung“ auch völlig daneben und hinfällig. Dazu vielleicht eine kurze eine Info: Die Bewerbung Münchens um die Spiele 2018/2022 kostete 33 Millionen Euro, wovon 80% von Sponsoren und Förderern getragen wurden. Die von dir genannten 70 Millionen Euro sind der maximale Betrag, den alle Gesellschafter finanziell zugesagt haben. Du kennst das doch: man muss nicht immer sein ganzes Taschengeld ausgeben, aber es ist gut zu wissen, etwas zu haben. Die Bewerbungsgesellschaft spricht deshalb in den IOC-Bewerbungsunterlagen z.B. von 50 Millionen Euro Bewerbungskosten, kann da aber weiterhin drunter liegen. Bedenke die 33 Millionen Euro Münchens.

    4. Mich wundert, dass du Westerwelle zitierst. Der wird doch sicherlich nicht zu deinen persönlichen Top-Politikern zählen, oder? Und nur weil ein Zitat passt, wäre das sehr einfalloslos. Aber naja, um das abzukürzen: Allein die Bewerbung verschafft Hamburg und Kiel internationale Sichtbarkeit!

    Und eine generell Frage: Warum argumentierst du mit Zahlen (118%) der Vergangenheit, bei der wahrlich schlimme Spieleausrichter aus totalitären Staaten dabei waren, die dann „einfach mal das Doppelte ausgeben“, anstatt die Chance zu ergreifen, es in einem Wohlstandsland wie Deutschland besser zu machen?

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    • Ich argumentiere mit 118 %, weil das die einzigen Zahlen sind, die uns vorliegen. Man kann natürlich immer argumentieren, dass Hamburg und Kiel die Ausnahme von der Regel sind. Aber wenn nicht, kann es eben sowohl nach oben als auch unten Ausrutscher geben: Wegen „Olympiade“: drauf geschissen, ist vielleicht Alltagsdeutsch, aber Du weisst ja wohl, was ich meine. Ich habe nicht von Bewerbungskosten geredet, sondern von Durchführungskosten. Bzw. beziehe ich mich hier auf die Zahlen die veröffentlicht wurden. Wenn es mehr oder weniger sind: Bitte nenne mir doch DEINE Zahlen und gibt einen Link, wo das steht.
      Zu Westerwelle: Ich fand den Guido einfach lustig, wie er „Gulli“ sagte. Das war schon ne Nummer damals.

      München: Jetzt eine Stadt rauszugreifen – und sich auf prognostizierte Kosten zu beziehen finde ich unseriös. Man kann doch nur im Nachhinein sagen, was es gekostet hat?

      Anyway, Du kannst hier gerne konstruktive Kritik ablassen, aber ein anderer Tonfall wäre schon angebracht. Ich gehe jedenfalls eher davopn aus, dass Hamburg am Ende die Olympiade oder Olympischen Spiele MEHR als 70 Mio. kosten werden.

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